Gelungene Integration

Verbundprojekt unterstützt Geflüchtete ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden

Im Rahmen des Verbundprojektes „Wohnen-Lernen-Arbeiten“ setzten sich die Projektpartner Rübsam WBZ, antonius und Perspektiva dafür ein, Geflüchteten eine Lebensperspektive im Landkreis Fulda zu ermöglichen. Durch die enge Zusammenarbeit der Kooperationspartner und die enge Vernetzung zu Partnerbetrieben, mit dem Landkreis Fulda und der Agentur für Arbeit, konnte auf die persönlichen Stärken und Schwächen jedes Teilnehmers individuell eingegangen werden. Ein Erfolgsgarant für 63 Frauen und Männer, die sich einen Traum von einem festen Ausbildungs-/Anstellungsverhältnis erfüllten. Hinzu kommt die Qualifizierung  von 143 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in weiterführende Maßnahmen.  

Der Ablauf:

Die Teilnehmenden waren sechs Monate im Projekt aktiv. Einem intensiven Profiling folgten ein fachspezifischer Sprachkurs im Rübsam WBZ mit ausgebildeten Sprachlehrern und ferner die Kenntnisfeststellung und –vertiefung in dem vom Teilnehmer ausgewählten Berufsfeld. Daran schloss die Bewerbungs- und Vermittlungsphase an. 

Die Bilanz:

63 Frauen und Männer erfüllten sich den Traum von einem festen Ausbildungs-/Anstellungsverhältnis. Hinzu kommt die Qualifizierung  von 143 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in weiterführende Maßnahmen.  Aus persönlichen Gründen, wie Ausreise, Krankheit haben 71 Personen das Projekt vorzeitig verlassen. 

Die Herkunftsländer: 

Der größte Teil an Teilnehmerinnen und Teilnehmern  kommt aus Afghanistan (116), Irak (31), Syrien (30),  Pakistan (20) und Eritrea. Insgesamt waren Menschen aus 24 Ländern im Projekt vertreten – darunter auch aus Jamaica. Insgesamt haben 44 Frauen und 243 Männer am Projekt teilgenommen. 

Die Projektinhalte:

Die Kommunikation ist für die Integration ins Berufsleben unumgänglich, sodass  die Sprachkurse - dabei vor allem die fachspezifische Sprache einen wesentlichen Schwerpunkt im Projekt bildeten. Um auf die persönlichen Vorkenntnisse und Fähigkeiten eingehen zu können, standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmer vielfältige Berufsfelder in den Bereichen Metallbearbeitung, Elektrotechnik, Heizung/Lüftung/Sanitär sowie Gastronomie, Garten- und Landschaftsbau zur Wahl. Abgerundet wurde das Projekt durch die Vermittlung von Praktika innerhalb der Netzwerke der Verbundpartner sowie einem intensiven Jobcoaching inklusive Bewerbungsschreiben.

Die Erfolgsfaktoren: 

Die enge Vernetzung der Verbund-/Agenturpartner war einer der Hauptfaktoren für den Erfolg des Projekts. Ebenfalls hat die intensive und individuelle Auseinandersetzung mit den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Erfolg geführt.

Die Herausforderungen:

Die größte Herausforderung war die Sprache. Aufgrund der erheblichen Sprachdefizite wurde das Sprachlernangebot ab dem dritten Durchgang durch spezielle Alphabetisierungskurse ausgebaut.  

Förderung:

Das Projekt „Wohnen- Lernen- Arbeiten“ wurde mit rund 2,2 Millionen Euro gefördert. Das Geld stammt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Landes Hessen, der Bundesagentur für Arbeit und dem Landkreis Fulda.